Faxe, Faxen, Faxen machen

Das Telefax, kurz Fax ist ein Fernkopierer, mit dem Dokumente von einem zum anderen Fax geschickt werden können. Das versendete Original kommt unverändert als Dokumentenkopie beim Empfänger an. Dieser Versendevorgang wird umgangssprachlich Faxen genannt.

Ende der 1980er Jahre wurde das Telefaxgerät deutschlandweit in den Büros zu einem alltäglichen Kommunikationsgerät. Bereits zehn Jahre vorher hatte die damalige Deutsche Bundespost den Faxdienst offiziell eingeführt. Als erkannt wurde, wie bequem und schnell Originalschriftstücke vom Absender zum Empfänger gesendet werden konnten, stand alsbald in jedem Büro, später an buchstäblich jedem Schreibtisch ein eigenes Faxgerät. Das Faxen, also Senden und Zustellen innerhalb von Sekunden oder je nach Entfernung und Schriftstück Minuten ersetzte in vielen Bereichen den Postversand. Und damit wurden auch die Arbeitsvorgänge beschleunigt. Das Faxen von unterschriftsreifen Verträgen beispielsweise ermöglichte einen sofortigen Arbeitsbeginn, wenn die Faxsendungen ausgetauscht waren. Die Originalverträge wurden per Post nachgereicht. Da es beim Faxversand garantiert ist, dass das gefaxte Dokument während des Faxens nicht veränderbar ist, ist das Faxen in allen Unternehmensbereichen unersetzlich. Selbst das Einscannen von Dokumenten und der anschließende Dateiversand ist deutlich umständlicher und aufwändiger.

Zu Beginn arbeiteten Faxe mit Thermopapier

Zu Beginn arbeiteten Faxe mit Thermopapier

Der Ausdruck Faxen hat sich von Beginn an im internationalen Sprachgebrauch durchgesetzt. Unabhängig von der Sprache versteht seit jeher jeder auch das Kurzwort Fax. Faxen bedeutet ganz einfach die Zusendung einer Telekopie. Der Empfänger wartet am Gerät, dem Fax und hält wenig später den Papierausdruck, das Fax in der Hand. So, wie es der Versender gefaxt hat. Heutzutage wird das Fax auf Normalpapier ausgedruckt, während in den ersten Jahren die Faxgeräte mit Thermopapier auf Rollen versehen waren. Die heutigen Faxgeräte sind so ausgestattet, dass Faxsendungen gespeichert und zeitversetzt ausgedruckt werden. Was heutzutage eine Abkürzung ist, das war schon immer ein gebräuchliches Wort: Faxen. Sei es Faxen machen, also albern, zu Streichen aufgelegt sein. Oder die Faxen dicke haben, womit ausgedrückt werden soll, dass die Geduld langsam zu Ende geht. Auch in der heutigen Zeit des Internets, das mit Email und mit Dateiversand in vielen Bereichen das Fax abgelöst hat, wird weder in Büros noch am heimischen Schreibtisch auf das Fax verzichtet.

Viele reizt daran, dass sie das Fax sofort in der Hand halten und lesen können!

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